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Warum sind politische Parteien auf dem Herbstmarkt?

Ein Stand der AfD und einige Gegendemonstrationen sorgten am diesjährigen Herbstmarkt kurzzeitig für Unruhe. Letztendlich haben die Besucher aber sehr besonnen und ruhig reagiert. Das schöne Erlebnis des Herbstmarktes 2021 stand im Mittelpunkt, die Politik spielte keine große Rolle und die Aufmerksamkeit der Besucher galt vor allem der herrlichen Marktatmosphäre bei schönstem Wetter.

Der Marktgemeinderat Weitnau hat im Jahr 2018 mit großer Mehrheit entschieden, dass politischen Parteien und Ortsteillisten der Zugang zu unseren Märkten gestattet wird. Im Zuge der Gleichbehandlung gilt dies auch für die AfD. Alles andere ist juristisch nicht haltbar. Es gilt daher der Grundsatz: Alle oder keiner! Vor Wahlen, wie auch vor der letzten Kommunalwahl, treten in unserer Gemeinde traditionell die Kandidaten auch auf den Märkten auf, um sich vorzustellen. Beim diesjährigen Herbstmarkt nutzte diese Möglichkeit auch die CSU, die zusammen mit der Frauenunion mit einem Stand vertreten war. 

Bei den Gegendemonstranten handelte es sich nicht um Gemeindebürger, sondern um eine Antifa-Gruppe. Gegenwärtig werden in der Bundesrepublik mindestens 47 Antifa-Gruppen vom Verfassungsschutz beobachtet und als „linksextremistisch“ eingestuft.

Es war mein Ziel, den friedlichen Herbstmarkt nicht zu gefährden und Gewalt zu vermeiden. Da meine wiederholten Versuche, im Gespräch eine Lösung zu erreichen, gescheitert sind, habe ich vom Hausrecht der Marktgemeinde Weitnau Gebrauch gemacht. Die nicht angemeldete Demonstration wurde durch einen Platzverweis beendet. Die von mir verständigte Polizei hat durch ihr überlegtes und klares Handeln eine weitere Eskalation verhindert.

Den beteiligten Polizeibeamten gilt mein herzlicher Dank.

 

Erster Bürgermeister

Marktgemeinde Weitnau

Florian Schmid

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