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Auf dem Besinnungspfad in Weitnau

An der „Himmelswiese“ zur Besinnung kommen

Auf dem Besinnungspfad in Weitnau

Man muss ein bisschen suchen, um ihn zu finden: abseits der beliebten Wanderziele versteckt sich der Besinnungspfad ganz hinten zwischen Wiesen und Wäldern. Im Weitnauer Weiler Eisenbolz , gegenüber der bekannten Holzbaufirma „Buhmann“, zweigt ein Sträßchen nach Süden ab zu einem Parkplatz. Über einen weichen Wiesenpfad läuft man entlang eines leise plätschernden Bächleins ganz leicht bergan, Sumpfdotterblumen und Hahnenfuss leuchten im Gras, Vögel zwitschern. An einer kleinen Brücke beginnt der  bestens beschilderte und hergerichtete Pfad. Die altkatholische Gemeinde Kempten hat ihn vor acht Jahren angelegt, in Erinnerung an einen Gönner und als Angebot an alle Spaziergänger und Wanderer, mal etwas innezuhalten  und zur Besinnung zu kommen. Auf weichen Hackschnitzeln steigt man hinauf in den lichten Wald, insgesamt sieben Holztafeln bieten religiös-philosophische Sätze zum Nachdenken oder als Anreiz, mit den Mitwanderern darüber zu reden. Wer darauf keine Lust hat, geniesst die Stille der Natur. Rund 65 Höhenmeter sind zu überwinden, für Gehbehinderte und Kinderwagen ist der Pfad nicht geeignet.  Nach einer guten halben Stunde tritt man aus dem Wald hinaus und schlendert noch ein paar Meter weiter, folgt dem Schild „Sonnengesang“ zu einer Lichtung im Wald. Dort steht eine Holzbank mit einem wahrhaft himmlischen Ausblick: die „Himmelswiese“ (heisst wirklich so !) mit saftigen Gräsern , Kräutern und Wildblumen wird umrahmt von hohen Bäumen, im Hintergrund erhebt sich der dunkle Rücken des Hauchenbergs. Spätestens  hier vergisst man jede Hektik und den lauten Alltag. Man fühlt sich „wie im Himmel“!

Der Besinnungspfad in Weitnau- Eisenbolz ist einen Kilometer lang und auch bei schlechtem Wetter gut zu begehen.

Foto und Text von Lutz Bäucker
 
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