SIE SIND HIER:

Ende eines glücklichen Alpsommers


Wengen freut sich über Viehscheid


Wengen – Es gab keine Party, keinen Festbetrieb und keine Musik, aber trotzdem nur glückliche und zufriedene Gesichter: alle 130 Jungrinder von der Alpe Wenger Egg konnten gesund ins Tal getrieben und an ihre Besitzer übergeben werden. Vor vielen einheimischen Zuschauern gab es rodeo-reife Szenen , die Kameras klickten am laufenden  Band und Bürgermeister Florian Schmid freute sich über „ein Stück wiedergewonnene Normalität“.

 

Corona verhinderte zwar die normalerweise zelebrierte Feier zum Ende des Wengener Alpsommers, doch den Hirten, Bauern und Besuchern am Scheidplatz machte das überhaupt nichts aus: “Schön, dass wir unsere Schumpen wieder so nach Hause bringen konnten, wie wir es gewohnt sind,“ hieß es .

Bei „Kaiserwetter“ mit strahlend blauem Himmel und spätsommerlichen Temperaturen hatten die Hirten Schwerstarbeit zu leisten, um die Tiere zu „scheiden“ und in die Transportanhänger ihrer 15 Besitzer zu verfrachten.

German Sutter von der Weidegenossenschaft Wenger Egg  freute sich über eine riesengroße neue Viehscheidschelle, die von Landrätin Indra Baier-Müller für den glücklich verlaufenen Alpsommer gestiftet wurde, Thomas Osterrieder und Ramona Steinle von der Alpe strahlten mit ihren prächtig geschmückten Kranzrindern um die Wette.

Mittendrin ein Team vom BR-Fernsehen, das Bilder und Töne für ein großes Porträt des Wenger Eggs aufnahm: es ist für die Sendung “Zwischen Spessart und Karwendel“ am  Samstag, 2.Oktober ab 17.45 Uhr geplant.

Wer also die reale Wengener Viehscheid nicht live mitverfolgen konnte, hat Anfang Oktober nochmal die Gelegenheit, das glückliche Ende eines langen Allgäuer Alpsommers zu erleben.


Text und Bilder: Lutz Bäucker

VOILA_REP_ID=C1257F10:002F77D3