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Bürger-Spaziergang durch Weitnau: Ideen für die neue Ortsmitte

„Unser Dorf soll schöner werden“- für Bürgermeister Florian Schmid ist das kein luftiger Spruch, sondern Ansporn, die Ortsmitte mittelfristig attraktiver zu machen.

Deshalb hatte er zum ersten Bürger-Spaziergang durch das Zentrum geladen, zusammen mit der Architektin Stefanie Seeholzer, die unter anderem Lehrbeauftragte an der Technischen Universität München ist.

Sie hat sich die nachhaltige Ortsgestaltung auf die Fahnen geschrieben und berät mit ihrem Planungsbüro „Orte gestalten“ Gemeinden wie Irsee oder Obermaiselstein.

Zahlreiche WeitnauerInnen folgten der Einladung und äußerten während des zweistündigen Bummels ihre Wünsche und Vorschläge für das „neue“ Weitnau.

Auslöser für die Aktivitäten ist der Auszug der Freiwilligen Feuerwehr aus dem bisherigen Feuerwehrhaus gegenüber vom „Gasthof Goldener Adler“.

Dieses große Gebäude und der asphaltierte kahle Parkplatz davor sprangen Schmid sofort ins Auge:“ Da lässt sich eine attraktive neue Mitte gestalten, als Treffpunkt für Bürger und Gäste, als neue Heimat für Kultur und vieles mehr!“

Den Weitnauer Bach erlebbar machen, mit Sitzterrassen am Ufer und leichten Zugängen zum Wasser, traditionsreiche Bauwerke wie die ehemalige Brauerei oder den alten Bahnhof mit einbeziehen, brachliegende Grünflächen aktivieren, die Ortsachse vom Bach über die Bäckerei bis hinauf zum Rathaus beleben- es gibt jede Menge faszinierender Ideen und praktische Vorschläge aus der Bürgerschaft.

 „Wir sind begeistert, da ist schon beim ersten Spaziergang viel mehr zusammengekommen, als wir erhofft haben!“ freut sich Expertin Seeholzer.

Vom italienischen Eiscafe über eine offene Markthalle für regionale Direktvermarkter, einer Bühne für Konzerte und anderen kulturelle Events bis hin zur Reaktivierung von Handwerksbetrieben reichen die Weitnauer Vorstellungen.

„Wir haben ein so großes Potential in unserer Gemeinde,“ stellt Schmid fest, “wir wollen es nutzen“. Seeholzer und ihr Büro werden weitere Spaziergänge und Thementage anbieten, um alle Facetten der geplanten Ortserneuerung zu beleuchten. Erste Gespräche mit Immobilien - und Grundbesitzern haben bereits stattgefunden.

Interessierte BürgerInnen sind aufgerufen, ihre Vorschläge zur Gestaltung der neuen Ortsmitte bei der Gemeindeverwaltung abzugeben.

Lutz Bäucker

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