Am 01. Mai eines jeden Jahres wird in vielen Teilen Bayerns ein Maibaum in der Dorfmitte errichtet. Wie könnte man den Wonnemonat passender begrüßen, als mit einem zünftigen Fest. Das ist in Weitnau und in den Ortsteilen Wengen, Rechtis und Sibratshofen alljährlich eine Riesengaudi. Der Maibaum ist der ganze Stolz eines Dorfes. Die Maifeier wird von den Musikkapellen und Trachtenvereinen der Ortsteile festlich umrahmt.
Der eigentliche Maibaumbrauch ist ab dem 13. Jahrhundert belegbar und war Sinnbild für die Hoffnung auf eine fruchtbare Frühjahrs- und Sommerzeit. Der heilige Baum wurde in die Dorfgemeinschaft gebracht, um seine segenbringende Wirkung auf Menschen, Vieh, Felder und Gehöfte ausüben zu können. Als geeigneten Termin dafür sah man den 1. Mai. Die erste Maibaumaktion begann im Jahr 1225 in Aachen, als alle Gemeindemitglieder ausgelassen um einen großen Maibaum tanzten. Der dortige Pfarrer nahm an diesem für ihn eindeutig heidnischen Brauch derart Anstoß, daß er kurzerhand zur Axt griff und den Baum fällte.

Funkenfeuer