Kirchen und Kapellen

Kirchturm Missen-Wilhams

Die alte Pfarrei Missen weist auf eine Gründung in fränkischer Zeit hin. Die Kirche mit dem Westturm wurde wohl im 15 Jh. neu erbaut. Sie erhielt damals die hohe, schlanke, gotische Bauform und die gotische Inneneinrichtung, von der noch der Taufstein, das im Grundriß erhaltene Sakramentshäuschen und das Marienfresko an der Seitenwand zeugen.
1739/40 wurde die Kirche im barocken Stil ausgestaltet. 1819 wurde fast die gesamte Ausstattung erneuert, die Kirche umgebaut und klassizistische Stilelemente eingebracht. Weitere Restaurierungen erfolgten 1886, 1934 und 1975/80. Im Jahre 2010 wurde der Innenraum restauriert, sodass die Pfarrkirche wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Beim Betreten der St. Martins Kirche fallen zwei Deckengemälde besonders auf. Im Chor ein Bild, Gabriel verkündet dem alten Priester Zacharias, dass er noch einen Sohn erhält und im Mittelfeld das Bild, die Himmelfahrt Christi, beide von dem Pfrontener Maler Alois Keller, von dem auch wahrscheinlich die zwölf Apostel an den Seitenwänden der Kirche stammen. An der Südwand finden sich die 15 Rosenkranzgeheimnisse aus dem 18. Jh. wohl von dem einheimischen, aus Geratsried stammenden Maler, Josef Hauber, von dem auch die Bilder in den Seitenaltären stammen (Jesus lehrt im Tempel und darüber Mariens Besuch bei Elisabeth, die Steinigung des Stephanus und darüber die hl. Agathe mit dem Versucher).

An der nördlichen Wand des Chorraums befindet sich ein Kreuz aus dem frühen 17 Jh. und darunter der hl. Martin zu Pferd mit dem Bettler. Er ist der Patron der Kirche.

Kapelle in Geratsried

 

 

 

 

 

In den Ortsteilen Aigis, Börlas, Geratsried, Wilhams und Wiederhofen bestehen noch viele kleine Kapellen, welche liebevoll gehegt und erhalten werden. Ein Besuch lohnt sich immer.

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Kapelle in Börlas Kapelle in Wiederhofen Altarraum
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